HR-Trends 2017: Vernetzung löst Silos auf und bringt Projekte voran

HR Trends

Das Jahr 2017 wird zur Feuerprobe für Human Resources Manager. Sie stehen vor der Herausforderung, große Themen wie Digitalisierung und Kollaboration erfolgreich umzusetzen. Die Vernetzung von Experten wird zu einer entscheidenden und übergeordneten Aufgabe, derer sich auch die Geschäftsführung zunehmend annimmt. Denn um übergreifende Projekte voranzubringen, ist für Unternehmen eine engere Zusammenarbeit zwischen Abteilungen immer wichtiger. Die aus unserer Sicht vier wichtigsten Entwicklungen für Human Resources im neuen Jahr:

 

  1. Zusammenarbeit und Kollaboration

Wenn Kollegen aus verschiedenen Abteilungen ihre Expertise zusammenbringen, kommen Projekte wesentlicher schneller zum Erfolg. Silodenken hingegen ist dabei eines der größten Hemmnisse, das erkennen immer mehr Unternehmen. Im Jahr 2017 werden Firmen aller Größen nach neuen Möglichkeiten suchen, den Austausch zwischen Mitarbeitern zu stärken. Dabei spielen digitale Collaboration Tools weiterhin eine Rolle  – immer wichtiger wird aber die  persönliche Interaktion. Eine der zentralen Aufgaben für Human-Resources-Verantwortliche wird es im kommenden Jahr sein, Ausschau nach neuen Formen zu halten, um den Austausch zu fördern.

 

  1. Vom virtuellen Austauch zum persönlichen Treffen

Meetings und Veranstaltungen sind gut geeignet, um zur Vernetzung von Mitarbeitern beizutragen. Für abteilungsübergreifende Lösungen braucht es allerdings häufig mehr. Hier haben viele Unternehmen bislang auf firmeninterne soziale Netzwerke gesetzt – sogenannte Social Collaboration Tools. Diese können helfen, Communities zu bestimmten Themen zu bilden. Nachhaltige Vernetzung und ein Aufbrechen von Silodenken entsteht jedoch in vielen Fällen nur, wenn Firmen einen Schritt weiter gehen und neue persönliche Kontakte ermöglichen.

 

  1. Konversation und Dialog vertikal und horizontal

Ausschließliche Top-down-Kommunikation steht schon einige Zeit vor dem Aus. Unternehmen haben erkannt, dass sie einen verstärkten Austausch aller Ebenen benötigen und somit zwischen verschiedenen Ebenen und in alle Richtungen kommunizieren müssen. Ziel ist es, voneinander zu lernen und sich weiterzuentwickeln – somit lernt der Mitarbeiter vom Chef und umgekehrt. Gleiches gilt für die Interaktion von Spezialisten mit unterschiedlicher Expertise. Oft wird Know-how erst durch Transfer und Austausch wirklich wertvoll.

 

  1. Vernetzung unterstützt Recruiting und Mitarbeiterbindung

Mit besserer Kommunikation ist meist eine fortschrittliche und positive Unternehmenskultur verbunden. Diese ist auch im Bereich Recruiting und Mitarbeiterbindung so bedeutend wie nie zuvor. Für immer mehr Fachkräfte liegt darin häufig das Zünglein an der Waage, wenn es um die Frage „gehen oder bleiben“ geht. Auch informieren sich potenzielle neue Mitarbeiter heute vorab wesentlich intensiver.  Gerade hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte entscheiden nicht nur nach harten Kriterien wie Gehalt oder Arbeitszeit, sondern nach soften Faktoren, wenn sie sich nach einem Arbeitgeber umsehen.

 

Fazit

Projekte sind heute oft so vielschichtig, dass ein eindimensionaler Zugang nicht genügt. Experten aus verschiedenen Bereichen müssen zusammenarbeiten. Das fördert neben dem Austausch von Wissen auch eine positive Unternehmenskultur. Geschäftsführer und Vorstände haben das erkannt und treiben entsprechende Initiativen heute voran. Um Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen und Ebenen besser zu vernetzen, brauchen Unternehmen neue Lösungsansätze.